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Projekte

Reduktion von Verlusten landwirtschaftlicher Produkte bei der Lagerung durch ein akustisches Früherkennungssystem für Insekten in Getreidesilos

Projektlaufzeit: November 2017 – Oktober 2022

 

Auftraggeber:

 

Das Projekt Beetle Sound Tube wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-AGRI) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.

            

►www.eip-agri.brandenburg.de EIP Beetle Sound Tube (PDF)

►Pressemitteilung 06.09.2017 (PDF)

►Projektinformation englisch (PDF)

►EIP - Ministerium für Ländliche Entwicklung Umwelt und Landwirtschaft in Brandenburg

►Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

►Europäische Kommission - Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

 

 

Ansprechpartner:
Isabell Szallies ►isabell.szallies[at]agrathaer.de ►033432/82-299

 

Projektpartner

Die sogenannte Operationelle Gruppe besteht aus:

Agrar Technik Barnim, agrathaer GmbH, BayWa AG Luckau, Biologische Beratung Prozell und Schöller GmbH, Biohof SteinReich, BKF Belziger Kraftfutter GmbH, FÖL- Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin – Brandenburg e.V., Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG, Julius Kühn-Institut, Kreisbauernverband Potsdam-Mittelmark e.V., Müller- BBM GmbH und WEDA Dammann & Westerkamp GmbH.

Leadpartner: agrathaer GmbH

 

Projektinformation

Vorratsschädliche Insekten können in Getreidelagern große Schäden verursachen, die zu erheblichen finanziellen Einbußen führen. Früherkennung von Lagerschädlingen besitzt daher hohe Praxisrelevanz zur Verlustminimierung. Viele Landwirtschaftsbetriebe lagern Getreide, um eine höhere Flexibilität hinsichtlich des Verkaufszeitpunktes zu erreichen. Tritt Insektenbefall auf, muss das Getreide behandelt werden oder erzielt als z.B. Tierfutter geringere Preise. Stärkerer Befall kann zur Bildung von Schimmel und Mykotoxinen führen, was die gesamte Getreidemenge als Lebensmittel oder Tierfutter unbrauchbar macht und zum Totalverlust der Ware führt.

Das „Beetle Sound Tube“-System soll den Insektenbefall in Silos durch akustische Signale identifizieren, und zwar früher, als es mit konventionellen Methoden möglich wäre. So kann ein Befall schneller bekämpft und Lagerverluste deutlich reduziert werden. Das System soll dem Landwirt fertig aufbereitete Informationen über Schädlingsart und Häufigkeit von Signalen als Indikator für die Schädlingsdichte liefern. Weiterhin soll geprüft werden, ob sich die Effektivität von Nutzinsekten bei der Schädlingsbekämpfung steigern lässt, wenn diese über das Röhrensystem schneller an den Befallsherd gelangen können und welche Bedingungen dafür nötig sind.

Das „Beetle-Sound-Tube“-System soll in vier Betrieben mit unterschiedlichen Silogrößen über einen Zeitraum von mindestens vier Lagerperioden betrieben werden. Dazu werden Daten zu Akustik, Temperatur und Feuchte dauerhaft gemessen und regelmäßig mit handgezogenen Proben abgeglichen. Das akustische System wird auf der Basis der Ergebnisse im Laufe des Projektes angepasst und optimiert und soll am Ende des Projektes automatisiert Befall erkennen und an den Silobetreiber melden. Damit steht dem Lagerhalter durch die frühe Identifikation des noch geringen Befalls eine breitere, auch nichtchemische Palette von Handlungsmaßnahmen zur Verfügung.


 

Beetle Sound Tube - Blog

Pressemeldung: Käferakustik in luftiger Höhe am 14.06. in Hohenseefeld installiert

14.06.2019, Hohenseefeld

Käferakustik in luftiger Höhe installiert

 

Installation des Käferakustiksystem in einem 17m hohen Silo der BayWa AG in Hohenseefeld

 

Im Fläminger Getreidelager der BayWa AG in Hohenseefeld wurde am 14. Juni 2019 das „Beetle Sound Tube“ System in einem 300t Getreidesilo installiert. Mithilfe eines Autokrans wurden die Röhren des 17m hohen Silos in zwei Tagen aufgebaut. „Im Vergleich zum letzten Jahr, wo das Silo nur 75t fasste, sind die 300t dieses Jahr eine große Herausforderung, die unser leitender Konstrukteur von der Agrar Technik Barnim mit seinem Team gut gemeistert hat“, weiß Projektleiterin Isabell Szallies von der agrathaer GmbH zu berichten. Gemeinsam mit weiteren Projektpartnern wie den Kollegen des Julius Kühn-Institut wurde das aufgebaute System heute in Empfang genommen. Auch Sebastian Schuster, Leiter des Vertriebsgebiets Agrar Brandenburg der BayWa AG und zuständig für das Lager in Hohenseefeld, ist sichtlich zufrieden. „Wenn das System gut funktioniert, bietet es großes Potential zur Einsparung von Kosten und zum Erhalt des Lagerguts. Besonders für Getreide aus dem Ökolandbau ist das System relevant.“

 

„Insekten stellen für Landwirte und Lagerhalter große Probleme dar, wenn sie sich im Getreidelager wiederfinden und ausbreiten“, erklärt die zuständige Wissenschaftlerin vom Julius Kühn- Institut, Dr. Christina Müller-Blenkle. Durch Fraßaktivität und damit verbundene Stoffwechselprozesse findet ein Temperatur- und Feuchteanstieg in den Lagern statt. Das ist das eigentliche Problem, denn dadurch wird Milben und Schimmel der Weg geebnet. Sobald Schimmelgifte im Getreide vorhanden sind, ist es für Mensch und Tier nicht mehr nutzbar und muss vernichtet werden. Deshalb ist es wichtig, einen Insektenbefall frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um die Verluste zu minimieren. Neben der automatisierten Erkennung der Schädlinge durch eine Software soll auch der Einsatz von Nützlingen über das Röhrensystem getestet werden.

 

Hier geht es zur Pressemitteilung

 

Bilder:

Blick in das Silo mit System (C) Isabell Szallies, agrathaer GmbH

 

Ingesamt wurden 24 einzelne 2m Röhren verbaut (C) Christina Müller-Blenkle, JKI

 

Blick über den Fläming: Mithilfe eines Autokrans und Hilfskreuzes wurden die Röhren von innen "hochgebaut" (C) Christina Müller-Blenkle, JKI 

Christina Müller-Blenkle erklärt Sebastian Schuster von der BayWa AG das bei ihm nun installierte System (C) Isabell Szallies, agrathaer GmbH

 

 

 

3. OG-Treffen

 

Am 22.02.2019 traf sich die Operationelle Gruppe „Beetle Sound Tube“ zum dritten Mal um gemeinsam das akustische Früherkennungssystem für Getreideschädlinge im Silo weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt lag bei der Ausgestaltung der Installationen in 2019, welche in drei weiteren Betrieben umgesetzt werden. Somit wird das System dann auch in Big Bags, Flachlager und Hochsilos erprobt. Für alle drei Anwendungsfälle konnten gute Vorschläge erarbeitet werden, die bis Juni dieses Jahres in den Betrieben installiert werden sollen.


Neben der Anpassung an die neuen Gegebenheiten wurden auch erste Erkenntnisse aus 2018 in die Anpassung mit aufgenommen. Diese umfassen die Gängigkeit der Röhren für Nützlinge und die Auswahl der Technik.

 

 

BIOFACH Kongress 2019 in Nürnberg

 

Am Donnerstag den 14.02.2019 stellt sich Beetle Sound Tube stellt sich in einer Posiumsdiskussion auf dem BIOFACH Kongress dem Fachpublikum und Anwendern.

 

Wenn die Sensoren anschlagen, ist es oft zu spät. In großen Silos ist es schwierig einen Befall mit herkömmlichen Methoden zu bestimmen. Deshalb ist das EIP-Projekt "Beetle Sound Tube" auch für die Wirtschaft so wichtig.

 

 

Teilnehmer: Michael Wimmer - FÖL, Dr. Christina Müller-Blenkle - Julius Kühn-Institut, Ulrich Simon - Müller BBM Acoustic Solutions GmbH, Anita Beblek - agrathaer GmbH (Moderation), Sebastian Schuster - BayWa AG

 

►Programm

 

Januar 2019: Beetle Sound Tube – neue Runde der Projektumsetzung!

 

Kurz nach der Winterpause starten die OG-Partnern wieder durch: Anfang Januar wurden die drei OG-Betriebe besucht, die in 2019 das „Beetle Sound Tube“ System installieren werden. In den Vor-Ort-Besuchen diskutierten die Silobesitzer gemeinsam mit den Konstrukteuren die Möglichkeiten der Umsetzung. Erste Erfahrungen aus 2018 konnten in die Planung mit einfließen. Eine abschließende Entscheidung wird gemeinsam auf dem kommenden OG-Treffen im März getroffen.

 

2. OG-Treffen im Gut Schmerwitz

 

Ende Oktober  2018 trafen sich die OG-Partner im Gut Schmerwitz, um sich ein eigenes Bild von den „Beetle Sound Tubes“ zu machen. Gemeinsam wurden über die ersten Ergebnisse, die Projektzusammenarbeit im ersten Halbjahr und die Aufgaben bis zum nächsten Treffen besprochen. Ein leckeres Mittagessen im frisch renovierten Hofcafé ermöglichte einen intensiven Austausch zwischen den Partnern und rundete das Treffen ab.

 

JKI stellt das Projekt vor


Im Rahmen der 12th International Working Conference on Stored Product Protection (IWCSPP) vom 07.-11.10.2018 wurde  “Beetle Sound Tube” von den Partnern des Julius Kühn Instituts vorgestellt.

 

Beetle Sound Tube bei “heute- in Deutschland“

 

Im September begleitete ein Film-Team des ZDF unsere OG-Partner und fragten sich wie man das Getreide vor Verlust z.B. durch Insekten schützen kann. Das Ergebnis des Besuchs lässt sich ►hier einsehen (ab Minute 09:18; Beitragslänge ca. 2:27 min)

 

Beetle Sound Tube goes National Geographic

Die Kollegen vom Julius Kühn-Institut wurden von der National Geographic interviewt ►zum Online-Bericht

 

Die Testphase beginnt

 

Das Silo ist gefüllt und die ersten Fraßgeräusche sind bereits zu hören.

 

 

 

Insekten-Abhör-Technik im Getreidesilo installiert

Auf dem Fläminger Landwirtschaftsbetrieb Gut Schmerwitz wurde am 26. Juni 2018 erstmals das „Beetle Sound Tube“ System installiert. Presse und Radio waren dabei.

 

►Pressemitteilung

(Fotos)

 

Lange Nacht der Wissenschaft & Brandenburger Landpartie

 

Am 9. und 10 Juni 2018 haben sich zahlreiche Besucher bei der Langen Nacht der Wissenschaften im Julius Kühn-Institut in Berlin-Dahlem und beim Hoffest im Gut Schmerwitz im Rahmen der Brandenburger Landpartie über das Projekt Beetle Sound Tube informiert.

 

An einem ein Meter langen Prototyp des Beetle Sound Tube wurde demonstriert, wie die Röhren im Silo zur akustischen Früherkennung von Käfern genutzt werden können. Dazu wurden knabbernde Kornkäfer belauscht und Nützlinge live und in einem Video betrachtet.

 

Das Projekt stieß beim Publikum auf besonderes Interesse, weil der Aufbau des ersten Beetle Sound Tube-Systems in einem der Silos des Gut Schmerwitz Ende Juni direkt bevor steht.

 

Film zu EIP-AGRI

 

Die DVS Netzwerk Ländliche Räume zeigt anhand unseres Projektes Beetle Sound Tube, wie EIP-AGRI funktioniert und wie man ein landwirtschaftliches Innovationsprojekt beantragt und durchführt. ►zum Film (auf www.netzwerk-laendlicher-raum.de)

 

Auftaktveranstaltung

 

Am 10.01.2018 fand das Auftakttreffen der Operationellen Gruppe des Projektes Beetle Sound Tube statt. 15 Projektpartner, eine gelungen Mischung aus Praxis, Verbänden und Wissenschaft, erörterten und planten die nächsten Arbeitsschritte. Gastgeber für das Auftakttreffen war das ►Julius Kühn-Institut in Berlin-Dahlem.

 

In der fünfjährigen Projektlaufzeit wird ein akustisches Früherkennungssystem für Getreidesilos entwickelt, umgesetzt und erprobt. Die Tubes (Röhren) werden dazu in den Silos ausgebracht und nehmen dort akustische Daten auf und Temperatur- und Feuchtemessungen vor. Am Ende der Laufzeit soll das Beetle Sound Tube System eine artspezifische Identifikation der Schädlinge sowie situationsangepasste Handlungsempfehlungen zur Behandlung des Befalls an den Nutzer (Landwirt/ Lagerhalter) übermitteln. Es wird auch getestet, ob sich die Tubes zur Einbringung von Nützlingen eignen.

 

Lead-Partner ist die agrathaer GmbH. Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) und das Land Brandenburg im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP-AGRI). EIP-AGRI fördert die Bildung Operationeller Gruppen, die als „Keimzelle der Innovation“ Teil des europaweiten Netzwerkes zu Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft sind.

 

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