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EIP-MoPlaSa

Entwicklung einer modulbasierten Pflanzenschutzstrategie unter Berücksichtigung nachhaltiger und umweltschonender Verfahren zur Bekämpfung der Sanddornfruchtfliege

 

Leitung:

Dr. Sandra Lerche, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.


Koordination:

Katharina Schmidt, agrathaer GmbH

 

Projektpartner

 

Forst Schneebecke, Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG, Havelfrucht Werder GmbH,
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Humboldt-Universität zu Berlin,
agrathaer GmbH, e-nema GmbH, Internationale Geotextil GmbH (IGG).
Pflanzenschutzdienst Brandenburg des Landesamts für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (PSD), Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern (LFA), Sanddornverein e. V. – Gesellschaft zur Förderung von Sanddorn und Wildobst (SV). 

 

Auftaktveranstaltung

 

Mit vereinten Kräften gegen die Sanddornfruchtfliege!
 

Am 10.10.2018 war es endlich soweit: mit dem Auftakttreffen der Operationellen Gruppe (OG) - so die offizielle Bezeichnung des Projektteams im Rahmen von EIP-AGRI - wurden die Arbeiten zum neuen EIP-AGRI Projekt MoPlaSa offiziell aufgenommen. Eine bunte Mischung aus Sanddornanbauern, Wissenschaftlern und Vertretern aus Wirtschaft und Landwirtschaftskammern wollen gemeinsam die Sanddornfruchtfliege bekämpfen.

 


Seit 2013 befindet sich der Sanddornanbau in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern in einer Krise, hervorgerufen durch die plötzliche und erhebliche Schadwirkung der Sanddornfruchtfliege. Die Situation ist dramatisch und wird von Anbauern und Fachleuten als anbaubedrohend eingeschätzt. Obwohl das Problem seit ca. 5 Jahren bekannt ist, gibt es bisher noch keine zugelassenen, zuverlässig wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen insbesondere nicht für die mehrheitlich ökologisch produzierenden Betriebe. Die Anbauer benötigen dringend das Rüstzeug, den Befall richtig einzuschätzen und diesen fundiert abzuschwächen.


An der Auftaktveranstaltung erörterten und planten die Projektbeteiligten die nächsten Arbeitsschritte. Gastgeber war das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. in Müncheberg, das auch Lead-Partner des Projektes ist.


In der vierjährigen Projektlaufzeit werden verschiedene nicht-chemische Einzelmaßnahmen (Module) zur Bekämpfung der Sanddornfruchtfliege erprobt und zu einer modularen Pflanzenschutzstrategie entwickelt. Die Module umfassen Varianten von Fallen, mechanische Bodenbearbeitungen, Barrieren, Makro- und Mikroorganismen, Nützlinge und insektenpathogene Pilze sowie die Betrachtung der Sortenauswahl und mobile Hühnerhaltung. Die erfolgversprechendsten Modulvarianten werden dann auf ihre Kombinationsfähigkeit und Wirksamkeit untersucht. Die modulare Pflanzenschutzstrategie ermöglicht jedem Anbauer eine betriebsangepasste Kombination von Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Sanddornfruchtfliege. Die Ergebnisse werden den Anbauern in Form eines praxisnahen Handbuchs sowie Kurzvideos (Tutorials) zugänglich gemacht.


Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) und das Land Brandenburg im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP-AGRI). EIP-AGRI fördert die Bildung Operationeller Gruppen, die als „Keimzelle der Innovation“ Teil des europaweiten Netzwerkes zu Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft sind.

 

Weitere Informationen:

 

►www.eip-agri.brandenburg.de EIP MoPlaSa (PDF)

►EIP-Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft in Brandenburg

 

 


 

 

 

 

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