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Nach über zehn Jahren praktischer Erfahrung ziehen Innovationsdienstleister (IDL) in Deutschland Bilanz und formulieren klare Empfehlungen für die Zukunft. Ein neues Positionspapier bündelt zentrale Erkenntnisse aus der Umsetzung der europäischen Innovationspartnerschaft EIP-Agri und zeigt auf, wie Innovationen künftig schneller und nachhaltiger in der land- und forstwirtschaftlichen Praxis ankommen können.

Schlüsselrolle im Innovationssystem

IDL haben sich in den vergangenen Jahren als zentrale Akteure im landwirtschaftlichen Wissens- und Innovationssystem etabliert. Sie vernetzen Praxis, Wissenschaft, Beratung und Verwaltung, begleiten Innovationsprozesse und unterstützen sogenannte Operationelle Gruppen von der Projektidee bis zur Umsetzung.

Die Erfahrungen zeigen: Der Erfolg von EIP-Agri hängt maßgeblich von ihrer Arbeit ab. Gleichzeitig unterscheiden sich Aufgabenprofile und strukturelle Rahmenbedingungen zwischen den Bundesländern deutlich – ein Spiegel der föderalen Strukturen in Deutschland.

Drei zentrale Handlungsfelder

Das Positionspapier identifiziert drei Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht:

  1. Stabile Strukturen für wirksame Arbeit
    IDL benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, um Innovationsprozesse kontinuierlich begleiten zu können. Dazu zählen eine ausreichende personelle Ausstattung – mindestens eine Vollzeitstelle pro Bundesland – sowie langfristige Perspektiven über Förderperioden hinweg. Auch Fort- und Weiterbildungsangebote sowie ein enger Austausch mit Behörden sind entscheidend.
  2. Netzwerke als Motor für Innovation
    Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Entsprechend ist die aktive Vernetzungsarbeit eine Kernaufgabe der IDL. Dafür braucht es ausreichend Ressourcen und Gestaltungsspielräume, um Austauschformate zu organisieren, neue Kooperationen zu initiieren und Netzwerke auch über den Agrarsektor hinaus zu erweitern.
  3. Wissenstransfer konsequent stärken
    Damit Projektergebnisse ihre Wirkung entfalten, müssen sie gezielt verbreitet und in die Praxis überführt werden. Das Positionspapier empfiehlt, Transferstrategien bereits früh im Innovationsprozess mitzudenken – von der Antragstellung bis zur Weiterentwicklung erfolgreicher Ansätze in Richtung Marktreife.

 

Blick nach vorn: Innovationen wirksam fördern

Die Autoren des Papiers betonen: Innovation entsteht durch Zusammenarbeit, Austausch und die Möglichkeit, neue Ideen zu erproben. IDL leisten hierzu einen entscheidenden Beitrag.

Mit Blick auf die kommende Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 gilt es nun, die richtigen Weichen zu stellen. Verlässliche Strukturen, starke Netzwerke und ein systematischer Wissenstransfer könnten dazu beitragen, dass EIP-Agri auch künftig ein zentraler Motor für Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft bleibt.

Download des Positionspapiers (PDF, 106 KB)