agrathaer GmbH

Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg

Tel.: +49 33432 82 149
info[at]agrathaer.de

FACTS
Fördermittelgeber:

Bundesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)

Laufzeit:

01.05.2026-30.04.2029

Partner:

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ)

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF)

 

Informationen

Gurkenpflanze mit reifen Gurken

Brandenburg bietet als bedeutende Anbauregion für Freilandgemüse großes Potenzial – steht jedoch gleichzeitig vor besonderen Herausforderungen:

  • sandige Böden mit geringer Wasser- und Nährstoffspeicherung
  • zunehmende Trockenperioden und Klimawandel
  • steigende Anforderungen an Umwelt- und Ressourcenschutz
  • begrenzte Beratungskapazitäten für landwirtschaftliche Betriebe

 

Diese Bedingungen erfordern neue, praxisnahe und wirtschaftlich tragfähige Lösungen.

Ziel des Vorhabens ist es, innovative Verfahren des integrierten Pflanzenbaus unter realen Praxisbedingungen zu testen, weiterzuentwickeln und für landwirtschaftliche Betriebe nutzbar zu machen.

Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • effizientere Nutzung von Nährstoffen und Wasser
  • Reduktion von Umweltbelastungen und Emissionen
  • Stärkung der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität
  • Entwicklung klimaangepasster Anbausysteme

 

Die Modellregion Brandenburg dient dabei als Beispiel für viele Standorte mit ähnlichen Bedingungen – insbesondere im Osten Deutschlands.

Zentrale Handlungsfelder:

Das Projekt bündelt Maßnahmen in fünf zentralen Bereichen:

  1. Nährstoffmanagement optimieren
    Durch digitale Tools wie das Modell „N-Expert“ wird der Düngebedarf präzise berechnet. So lassen sich Überdüngung vermeiden und Umweltbelastungen reduzieren.
  2. Wassereffizienz steigern
    Moderne Bewässerungssysteme, Sensorik und digitale Anwendungen helfen, Wasser gezielt und sparsam einzusetzen.
  3. Unkrautmanagement weiterentwickeln
    Mechanische Verfahren wie Hacken, Striegeln und innovative Robotiklösungen werden mit gezieltem Pflanzenschutz kombiniert.
  4. Pflanzenschutz präzisieren
    Technologien wie Spot-Spraying oder kameragestützte Systeme ermöglichen eine deutlich genauere Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln.
  5. Innovative Anbauverfahren integrieren
    Ansätze aus dem ökologischen Landbau – etwa Mulchsysteme, Zwischenfrüchte, Strip-Till oder Mischkulturen – werden in bestehende Systeme integriert.

 

Praxis im Fokus: Demonstrationsbetriebe

Bis zu fünf landwirtschaftliche Betriebe in Brandenburg werden aktiv in das Projekt eingebunden. Sie repräsentieren unterschiedliche Betriebsgrößen und Bewirtschaftungsformen – von ökologisch bis integriert-konventionell.

Auf diesen Betrieben werden die Maßnahmen:

  • unter realen Bedingungen umgesetzt
  • wissenschaftlich begleitet und ausgewertet
  • für andere Betriebe anschaulich demonstriert

 

So entsteht ein direkter Transfer von Forschung in die Praxis und von Betrieb zu Betrieb.

Wissenschaft trifft Praxis

Ein zentrales Element des Projekts ist die enge Verzahnung von Forschung und Anwendung:

  • Das IGZ bringt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ein
  • agrathaer sorgt für Koordination und Wissenstransfer
  • Digitale Werkzeuge unterstützen Entscheidungsprozesse
  • Ergebnisse werden systematisch ausgewertet und vergleichbar gemacht
  • Wissenstransfer: Von der Praxis für die Praxis

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Austausch zwischen landwirtschaftlichen Betrieben:

  • Praxiswerkstätten und Feldtage direkt auf den Betrieben
  • Webinare und Online-Tutorials
  • Fachartikel und Veranstaltungen
  • aktive Vernetzung mit bestehenden Initiativen und Modellregionen

 

Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und innovative Verfahren breit in die Praxis zu bringen.

Perspektive

Mit dem Projekt leistet Brandenburg einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung eines ressourcenschonenden, klimaangepassten und wirtschaftlich tragfähigen Gemüsebaus.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig dazu beitragen,

  • regionale Wertschöpfung zu stärken,
  • Umwelt und Klima zu schützen und
  • die Versorgung mit heimischem Gemüse zu sichern.
Ansprechpartner